Zum Inhalt.

Suche / Navigation.

Kontakt.


-

Dreist

Nachdem sich Banken weltweit verzockt haben, droht jetzt die schwerste Wirtschafts- und Finanzkrise seit dem Zweiten Weltkrieg.

Den angeschlagenen Banken fällt nichts weiter ein, als nach dem Staates zu rufen. Was heißt das konkret?: Der Staat soll Geld geben und so die ins Trudeln geratenen Banken entschulden und damit vor dem Bankrott retten. Es bleibt ihm wohl nichts Anderes übrig; denn ein Zusammenkrachen der Banken würde nicht nur die kleinen Leute treffen, sondern die ganze Weltwirtschaft in ein Chaos stürzen.

Der Chef der Deutschen Bank, Ackermann, hat dieser Tage ungeniert nach staatlicher Hilfe gerufen, weil – wie er sich ausdrückt – die »Selbstheilungskräfte des Marktes« es nicht schaffen werden. Ausgerechnet Ackermann! Er, der sich immer jede Einmischung des Staates verbeten hatte!

Aber jetzt: Gewinne wurden privatisiert, Verluste sozialisiert. Wenn dick Geld verdient wird, kassieren die Manager enorme Gehälter, wenn es schief läuft, soll der Staat einspringen. Ein Geschäft ganz ohne Risiko. Das wünschte sich auch mancher kleiner Handwerksbetrieb. Doch den lassen die Banken gnadenlos untergehen, wenn´s kritisch wird.

Der Chef der Deutschen Bank, Ackermann, ist der bestbezahlte Manager in Deutschland. Er verdient 14 Millionen Euro im Jahr, das sind pro Tag 38 356 Euro! Um einen Vergleich zu haben: Das Durchschnittlseinkommen eines Arbeitnehmers liegt bei 42 000 Euro, aber im Jahr! Das »verdient « Ackermann fast an einem Tag!

Wir wollen hier keine Neid-Debatte entfachen, aber: Manager rechtfertigen ihre hohen Einkommen immer damit, dass sie ja auch ein besonders hohes Risiko tragen würden. Na schön, wenn dem so ist: Warum tragen sie dann nicht mit ihrem Vermögen dazu bei, dass die Verluste ausgeglichen werden?

Wie wäre es, wenn Herr Ackermann sagen würde?: Ich verzichte auf 13 Millionen Euro (von einer Million kann man doch wohl auch leben?) meines Jahresgehalts. Das würde den Kohl zwar nicht fett machen; denn es geht um ganz andere Summen, aber ein solcher Verzicht wäre doch eine Geste, sogar mehr als das: nämlich ein Zeichen, dass man auch bereit ist, Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen.

Doch davon keine Rede. Nur der Staats soll´s richten, und das heißt: letztendlich wird der Steuerzahler bluten müsssen. Wer denn sonst?

Der Staat muss wohl in den sauren Apfel beißen: Aber dann sollten von den Banken auch Gegenleistungen verlangt werden, etwa, dass sie ihre Aktienpakete an den Staat abtreten.

Denn kommen sie ohne Gegenleistung davon, kann man darauf wetten, dass das verantwortungslose Spekulieren bald von neuem beginnen wird. Man weiß ja, wenn´s schief geht, wird der Staat schon einspringen.

Zurück zur Übersicht.

Seitenanfang


-

-

-

bwlc news manager version 3.2.20 Build 100723 by   -KE- · XHTML · CSS · Letzte Änderung: 04.11.2009