Wir haben´s ja
Deutschland ist jetzt hinter den USA das größte Geberland für Entwicklungshilfe. Gegenüber 2006 wurden in 2007 die Ausgaben um 5,9 Prozent gesteigert, auf 12,27 Milliarden US-Dollar. Das sind rund 8,96 Milliarden Euro. Etwa so viel wie wir – netto – an die EU überweisen.
Die großen ehemaligen Kolonialländer, Frankreich und Großbritannien, geben deutlich weniger: jedes 6,5 Milliarden Euro.
Während die Bundesrepublik ihre Hilfe um 6 Prozent hochgefahren hat, hat Frankreich seine Entwicklungshilfe um 15,9 Prozent reduziert, Großbritannien sogar um 29,1.
Zu den knapp 9 Milliarden, die wir in 2007 ausgegeben haben, sollen ab 2008 und weiter bis 2011 Jahr für Jahr zusätzlich 750 Millionen kommen, sodass wir in 2011 bei rund 12 Milliarden Euro liegen werden.
So weit die Fakten.
Fragt sich nur, ob dies Sinn macht.
Das Problem sind nicht die Entwicklungsländer Asiens oder Lateinamerikas. Das Problem ist nahezu allein der Schwarze Kontinent. Was nach Afrika schon an Entwicklungshilfe geflossen ist, ist schier unvorstellbar. Man lese nochmals den Beitrag »Fass ohne Boden« {Archiv 07, 13. Dez.). Es gibt leider keinen einzigen Grund, weshalb sich die Verhältnisse dort bessern sollten.
Wenn wir aus dem Vollen schöpfen könnten, könnte man das Thema abhaken. Aber dem ist ja nicht so. Unser Staat lebt seit Jahren über seine Verhältnisse.
Die Schuldenmacherei ist gigantisch. Selbst in diesem Jahr, wo die Steuereinnahmen nicht zuletzt dank der Mehrwertsteuer-Erhöhung nur so sprudeln, kommt die Regierung mit dem Geld nicht aus und packt auf den gigantischen Schuldenberg noch ein paar Milliarden drauf.
Wohin soll das führen? Zum Staatsbankrott?