Immer das gleiche.
Der Weltkonzern SIEMENS,der unlängst durch Machenschaften einiger Spitzenmanager ins Gerede gekommen und in das Visier der Staatsanwälte geraten ist, macht wieder von sich reden.
Unangenehm.
Der neue Boss, Peter Löscher, hat angekündigt, weltweit 17 000 Arbeitsplätze wegzurationalisieren. In Deutschland sollen 5250 Stellen gestrichen werden, davon in Berlin 350. Stellen gestrichen: das klingt so harmlos und heißt in Wahrheit, Tausende von Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz.
Für Siemensianer besonders bitter, denn einst war ein Arbeitsplatz bei SIEMENS so sicher wie eine Beamtenstelle.
Es ist immer das gleiche: Wenn Unternehmen nicht so gut laufen, dann werden erst einmal Leute entlassen. Besseres fällt den hochbezahlten, um nicht zu sagen: überbezahlten Spitzenmanagern nicht ein.
Es gäbe aber Besseres: Etwa, wenn sie bessere Produkte herstellen würden oder die Marktchancen neuer Produkte erkennen und auch nutzen würden.
Und da gibt es zu SIEMENS einiges zu sagen. Etwa, dass die Firma SIEMENS der Erfinder des Fax war. Nur, welche Möglichkeiten in diesem Produkt steckten, hat keiner erkannt. Die Japaner, Taiwanesen und Koreaner aber sehr wohl. Sie haben weltweit enorm an dieser deutschen Erfindung verdient. SIEMENS nicht. Denn wer kauft schon ein Fax von SIEMENS, wenn denn überhaupt noch welche produziert werden sollten, auf denen der Name SIEMENS steht.
PS:
SIEMENS hat im vergangenen einen Gewinn von 4 Milliarden Euro erwirtschaftet.