Bluten muss der Bürger
Für großspurige Reden ist der Bundesfinanzminister inzwischen hinlänglich bekannt. Zuerst behauptete Steinbrück, die Pleite der IKB-Bank würde dem Steuerzahler nichts kosten. Von wegen.
Dann wollte er wenigstens noch 800 Millionen Euro aus dem Verkauf der Bank erlösen. Denkste. Der Bund ( und das sind ja wir alle, die Bürger der Bundesrepublik Deutschland) bekommt jetzt gerade noch 100 Millionen für die Bank.
Für den Käufer, eine amerkanische Heuschrecke, den US-Finanzinvestor »Lone Star« (Einsamer Stern), dagegen ein richtiges Schnäppchen. Denn von den riskanten US-Papieren, die die deutsche Mittelstandsbank ruiniert haben, gibt es zwar immer noch welche im »Wert« von 1,3 Milliarden Euro. Dafür aber steht letztlich wieder der deutsche Steuerzahler gerade, wenn sie denn den Bach runter gehen sollten.
Ein Geschäft ohnen jedes Risiko für die Amerikaner also.
Solche Verträge macht Herr Steinbrück.
Wie zu erwarten, gibt der neue Besitzer der Bank auch keine Arbeitsplatzgarantie. Das heißt von den derzeit 1750 IKB-Angestellten werden viele ihre Job verlieren.
Die Großkopferten aber, die Vorstände der Bank sind zwar inzwischen entlassen worden, aber mit hohen Abfindungen und exorbitanten Pensionszahlungen.
Die Dummen sind also wieder einmal die kleinen Bank-Angestellten, und natürlich wir, die Steuerzahler. Man denke sich nur einmal aus, was man Gutes mit den verzockten 10 Milliarden Euro Gutes hätte tun können, etwa bei den Kitas oder den Schulen!
Einer aber schüttelt sich wie ein nasser Hund: Der Finanzminister. Die Konsequenzen für sein Versagen zu ziehen, ist für den selbstgerechten Herrn Steinbrück offenbar ein völlig unvorstellbarer Gedanke.