Faule Wertpapiere nur in Deutschland?
Leserzuschrift
Ein Nutzer unserer Website schickte uns folgende Mail:
»Politiker wie auch Medien verbreiten die Behauptung, dass ordnungspolitische staatliche Eingriffe in den nationalen Finanzmarkt wirkungslos und daher sinnlos wären, da die Finanzmärkte nur international wegen der internationalen Verflechtungen geregelt werden können. Und dies sei sehr komplex und schwierig.
Das Gegenteil ist richtig: Mir wurden von meiner Hausbank Finanzprodukte (Zockerpapiere) angeboten, die am Ende einen "wichtigen Hinweis" enthielten:
"Der Vertrieb der in der Präsentation vorgestellten Wertpapiere ist in bestimmten Rechtsordnungen eingeschränkt. Insbesondere dürfen die Wertpapiere weder innerhalb der Vereinigten Staaten noch an bzw. zugunsten von US-Personen zum Kauf oder Verkauf angeboten werden. Diese Präsentation und die hierin enthaltenen Informationen dürfen nur in solchen Staaten verbreitet oder veröffentlicht werden, in denen dies nach den jeweils anwendbaren Rechtsvorschriften zulässig ist. Der direkte oder indirekte Vertrieb dieser Präsentation in den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Kanada oder Japan sowie seine Übermittlung an US-Personen, sind untersagt."
Offenbar schützen diese Staaten durch Erlaß nationaler Regelungen ihre Bürger vor solchen sogenannten Wertpapieren (Zertifikaten, Derivaten usw.).
Demgegenüber waren unsere Regierungsvertreter untätig und behaupten darüber hinaus, dass ein nationaler Alleingang zur Regelung des Finanzmarktes nicht möglich sei.
Nun kann über die Absichten unserer Regierung spekuliert werden.
Nebenbei:
Diese sogenannten Wertpapiere sind gespickt mit englischen Vokabeln, dürfen aber in englischsprachigen Staaten nicht vertrieben werden.«