Bank gestützt, Kunde pleite
Ein ganz großes Unternehmen ist er nicht. Der Caravan-Hersteller Knaus-Tabbert. Aber in Europa immerhin die Nr. 1. Und es gelang ihm sogar, im vergangenen Jahr seinen Marktanteil von 24 auf 28 Prozent zu steigern. Also ein gesundes Unternehmen.
Im Herbst und Winter kaufen die Leute keine Caravans. Für diese Zeit braucht die Firma einen Überbrückungskredit. Den hatte sie bisher auch immer anstandslos erhalten. Diesesmal aber nicht, denn die Banken, voran die Bayerische Landesbank (Verwaltungsratschef Erwin Huber, Ex-Finanzminister, Ex-Landesvorsitzender der CSU), geben kein Geld mehr. Klar, denn sie haben selbst keines mehr, nachdem sie ihr Kapital mit Spekulationsgeschäften verzockt haben.
Bei diesem deutschen mittelständischen Unternehmen sind 1200 Menschen in Lohn und Brot. Ihnen droht jetzt die Arbeitslosigkeit. Denn ihr Arbeitgeber musste wegen des fehlenden Kredits beim Amtsgericht Passau (Bayern) Insolvenz anmelden. Es waren gerade mal 12 Millionen nötig, um das Unternehmen zu retten……..
PS: Die Bayerische Landesbank, die die Firma hat hängen lassen, bekommt jetzt, um sie vor der Pleite zu bewahren, über sechs Milliarden Euro vom Staat.
Frage: Was kommt denn von den vielen Milliarden, die jetzt in die Banken gepumpt werden, bei der Wirtschaft an? Denn darum geht es doch: Die Unternehmen, die produzieren und die Arbeitnehmer, die davon leben, zu schützen.