KfW und kein Ende
Was die Pleite der IKB (Industriekreditbank) uns wirklich kostet, weiß kein Mensch. Dieser Tage wurde bekannt, dass die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) weitere 200 Millionen nachschießen muss. Insgesamt beträgt der Verlust jetzt schon über 8 Milliarden Euro. Eine Unsumme, für die der Steuerzahler aufkommen muss.
Wir erinnern: Um endlich diese Pleitebank loszuwerden, hatte Finanzminister Steinbrück sie an einen amerikanischen Investor (»Lone Star« – einsamer Stern) verscherbelt. Ursprünglich wollte er 800 Millionen Euro, bekommen hat er nur 100.
Ein glänzendes Geschäft für die Amerikaner, ein umso schlechteres für die Deutschen.
Glänzend deshalb, weil wir für alle alten Verluste wir geradestehen müssen. Und wie sich jetzt zeigt: Es gibt solche Verluste. Zunächst mal 200 Millionen. Und dabei wird es nicht bleiben.
Glänzend war für die Amerikaner das Geschäft noch aus einem ganz anderen Grund: Sie bekamen nicht nur die Bank, sondern auch alle Daten der IKB-Kunden. Das sind in erster Linie deutsche mIttelständische Unternehmen. Die Amerikaner wissen jetzt genau über den Zustand der einzelnen Firmen Bescheid. Sie kennen alle Zahlen, alle Betriebsinterna, ja auch die Patente, die bei den Firmen liegen, das ganze technische Know-how, und das alles ist unbezahlbar.
Es wird nicht lange dauern, dann werden diese Informationen dazu benutzt werden, ins Wackeln geratene Firmen den Garaus zu machen. Erst Kredithahn zu, dann Insolvenz, dann Ausschlachten. Man kennt das ja: Wie etwa die gesunde, profitable Armaturenfirma Grohe von einer amerikanischen »Heuschrecke« in den Ruin getrieben wurde.
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