Wofür bezahlen wir die eigentlich?
Die Bundesrepublik, und damit wir, die Steuerzahler, geben seit Jahren Millionen für Aufsichtsbehörden und Forschungsinstitute aus. Auf das unverantwortliche, von Profitgier geprägte Geschäftsgebaren der Banken hat keiner hingewiesen, geschweige denn, davor gewarnt oder gar rechtzeitig eingegriffen. Jetzt muss der Staat – und das sind wir, die Bürger – Unsummen in die Rettung der Banken stecken. Die Leute, die das Desaster hätten verhindern können, tauchen alle weg. Keiner will verantwortlich sein.
Wer sind die Verantwortlichen?
Die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht)
1700 Mitarbeiter. Präsident ist Jochen Sanio, 61. Untersteht der Aufsicht des Bundesfinanzministers, derzeit Steinbück (SPD). Sanio hat nicht einmal gemerkt, dass die Industriekreditbank (IKB) auf die Pleite zusteuert. Darauf musste er vom Chef der Deutschen Bank, Ackermann, hingewiesen werden. Inzwischen hat die IKB den Steuerzahler 10 Milliarden gekostet. Sanio wackelte schon einmal, als es in seinem Amt zu Betrügereien in Millionenhöhe kam. Sanio hat das SPD-Parteibuch.
Die Deutsche Bundesbank.
10 391 Mitarbeiter. Präsident ist Axel Weber. Zu den Aufgaben der Bundesbank gehört auch die Bankenaufsicht. Auch von ihr kam keine Warnung.
Die Wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsinstitute.
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin
Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung in Essen (RIW, gewerkschaftsnah).
Das Institut für Weltwirtschaft in Kiel
Das Ifo-Institut in München
Alle vier werden mit Millonensummen aus dem Staatshaushalt subventioniert. Keines hat vor den halsbrecherischen, ruinösen Geschäfte der Banken gewarnt, geschweige denn, dass sie die sich anbahnende Wirtschaftskrise erkannt hätten.
Nach den ersten Erschütterungen auf den internationalen Finanzmärkten teilten die Wirtschaftsfforschunsinstitute mit, dass es Ende 2009 schon wieder aufwärts gehe. Völlig daneben.
Statt verläßliche Prognosen zu liefern, tauchen die Chefs der Institute in Talkshows auf, und erklären uns – im Nachhinein ! –, was alles falsch gelaufen ist, und warum. Besonders der Präsident des Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn läßt seiner Eitelkeit freien Lauf.. Auf solche »Experten« kann man verzichten.
Wozu gibt es die alle?
Wir meinen: Wenn der Staat, und das sind wir alle, die Bürger, Unsummen für diese Behörden und Institute ausgeben, kann man erwarten, dass sie Fehlentwikclungen rechtzeitig erkennen, darauf hinweisen, und wie im Fall der BaFin und der Bundesbank, auch rechtzeitig einschreiten. Denn dafür sind sie da.
Nichts davon.
Wir meinen: Höchste Zeit, dass hier gründlich aufgeräumt wird!