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Es ist nicht zu fassen

Drei ehemalige Vorstandsmitglieder der Pleite-Bank Hypo Real Estate haben dieser Tag beim Landgericht München Klage eingereicht. Sie wollen ausstehende Zahlungen haben.

Während der Staat, und das sind wir alle, die Steuerzahler, schon 102 Milliarden in die Hypo Real Estate gepumpt hat, wollen die folgenden Herren Geld:

Georg Funke:
Ehemals Chef der Pleite-Bank, klagt um ganze 172,03 Euro, die er von seiner früheren Bank nachbezahlt haben will. Funke bewohnt im Münchern Nobelvorort Bogenhausen eine 8-Millionen-Villa.

Markus Fell:
Ehemals Finanzvorstand der HRE klagt gegen seinen Hinauswurf. Als er noch im Dienst der Bank stand, bezog er ein Jahresgehalt 450 000 Euro. Jetzt will er auch noch einen Bonus in Höhe von ebenfalls 450 000 Euro. Wofür? Weil der die Bank in die Pleite »gemanagt« hat?

Frank Lamby:
Ehemals ebenfalls im Vorstand der HRE, klagt auf einen »Vergütungsanspruch« von 37 500 Euro.

Allen dreien geht offensichtlich jedes Unrechtsbewußtsein ab.

Und man kann fast darauf wetten, dass sie vor Gericht Recht bekommen werden. Denn die Richter müssen nach den Verträgen urteilen, die drei hatten, und die werden wohl alle wasserdicht sein.

Hypo Real Estate, IKB, KfW, Dresdner Bank – diese Pleiten zeigen alle eines: Unser Staat hat nicht’s in der Hand, um gegen die Verantwortlichen vorzugehen. Es gibt dafür keine Gesetze.

Wir meinen:
Da muss der Gesetzgeber jetzt schnellstens ran. Bei Kleinigkeiten trifft den Einzelnen die volle Härte des Gesetzes. Bei derartig unfassbaren Verfehlungen aber ist der Staat völlig hilflos. Das geht nicht. Es müssen Gesetze her, die solche Leute ins Gefängnis bringt und ihnen das gesamte Vermögen einzieht.

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