Respekt
Man muss großen Respekt vor dieser Frau haben. Einer Afghanin, mit deutschem Pass. Sie floh vor 28 Jahren von Afghanistan nach Deutschland. Hier lernte sie ihren Mann kennen, ebenfalls ein Afghane, der in Bonn Chemide studiert und promoviert hatte. Die Familie lebte im rheinischen Kürten-Bechen. Es ging ihnen gut. Der Mann arbeitete in einem Labor, die Frau als Altenpflegerin.
Sie verließen dennoch ihr sicheres Leben und kehrten zurück nach Afghanistan, um in ihrer Heimat beim Aufbau zu helfen.
Die Frau, die 52jährige Sitara Achakzai, ist jetzt in der Nähe von Kandahar ermordet worden.
Sitara Achakzai hatte sich in den Provinzrat wählen lassen. Sie machte sich einen Namen als Frauenrechtlerein, organisierte Proteste gegen eine mittelaterliche Rechtssprechung. Wir in Europa können uns gar nicht vorstellen, welcher Mut zu einem solchen Verhalten gehört!
Den Taliban war sie ein Dorn im Auge.
Am Ostersonntag wurde sie heimtückisch ermordet. Von feigen Hunden, aus dem Hinterhalt erschossen.
Man sollte dieser tapferen Frau ein Denkmal setzen.