Keinesfalls FDP
So gut wie zur Zeit stand die FDP noch nie da. Scheinbar unaufhaltsam nähert sie sich der 20-Prozent-Marke bei den Meinungsumfragen. Aber das kommt nicht aus eigener Kraft. Die Zustimmung kommt von den CDU-Wählern, die endlich wieder eine bürgerliche Bundesregierung wollen, ohne Sozis und vor allem ohne Linkspartei.
Alles verständlich.
Nur: Die FDP war es, die in den vergangenen Jahren die anderen Parteien auf den unheilvollen Weg der Liberalisierung der Finanzmärkte getrieben hat. Das fing schon an mit dem damaligen Bundeswirtschaftsminister Graf Lambsdorff (der »Marktgraf«), der unermüdlich den Rückzug des Staates gepredigt hat.
Jetzt, nach der unfassbaren Finanzkrise, ist der Staat plötzlich wieder gefragt. Er soll´s richten, und er tut es auch. Mit unserem Geld, dem Geld der Bürger. Er macht Schulden wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik. Abzahlen – wenn es denn überhaupt möglich ist – müssen es unsere Kinder und Enkel.
Doch die FDP tut jetzt so, als hätte sie mit alledem nichts zu tun. So darf diese Trittbrettfahrerpartei aber nicht davonkommen.
Und nur mal gefragt: Wofür bekommt sie diese enormen Spenden von den Banken und den Versicherungen?