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Platzeck und die Stasi

Jetzt hat Platzeck den Salat. Erst holte er die »Linke« mit ihren Stasi-Spitzeln in seine Regierung, nun brechen im Land Brandenburg immer neue Eiterbeulen auf. Dieser Tage hat es den Chef der »ZAB« erwischt. ZAB – das ist die »Zukunftsagentur Brandenburg«. Ihre Aufgabe ist es, Unternehmen nach Brandenburg zu holen und so Arbeitsplätze zu schaffen.

Ausgerechnet der Chef dieser landeseigenen Anstalt wird jetzt als Stasi-Mann enttarnt: Er war von 1976 an im Dienste der Stasi, im Range eines Majors.

Bei der ZAB verdiente er sehr viel Geld. Seine Stasi-Vergangenheit hatte er verschwiegen, sodass Platzeck nichts übrig blieb, als ihn von seinen Aufgaben zu entbinden. Peinlich, peinlich, denn der Mann war Platzeck stets gefällig gewesen; so hat er ihm die Wirtschaftsdelegation zusammengestellt, mit der Platzeck unlängst nach Israel reiste.

Warum das erst jetzt hochkommt?: Brandenburg ist das einzige Bundesland, das sich geweigert hatte, seine Bediensteten (und Politiker) auf eine Stasi-Vergangenheit zu überprüfen. Das braucht einen nicht zu wundern, denn der ehemalige Ministerpräsident des Landes, Manfred Stolpe (politischer Ziehvater Platzecks) konnte nie überzeugend den Verdacht ausräumen, selbst für die Stasi gearbeitet zu haben.

Man braucht kein Prophet zu sein: Da wird noch mehr hochkommen.

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